Friedensreise Ägypten - 3000 km durch Zeit, Wüste und Herzräume
- Mirja
- 30. Nov. 2024
- 4 Min. Lesezeit
Alles beginnt mit einer Vision. Oder vielleicht genauer: mit einem Traum.
Der Mönch Bruder Ignatius aus dem Sankt Paulus Kloster in Ägypten soll geträumt haben, dass die Weisen und spirituellen Traditionen dieser Welt miteinander verbunden werden – nicht durch Worte, sondern durch Bewusstsein.
Diese Vision hat etwas berührt. Etwas, das sich nicht erklären lässt, aber eindeutig spürbar ist. Und so entstand die erste Friedensreise. Nicht als Projekt. Sondern als Weg.
Die Idee – Frieden beginnt im Inneren
Die Grundbewegung dieser Reise ist einfach – und gleichzeitig tief:
Frieden im Außen beginnt immer im Inneren.
Nur wenn wir selbst ruhig werden, klar werden, verbunden mit uns selbst sind, kann sich dieser Zustand auch in unserer Umgebung widerspiegeln.
Nicht als Konzept. Sondern als Erfahrung.
Wo alles begann - Sankt Paulus Kloster als erster Kraftpunkt in Ägypten
Die Reise startet dort, wo alles ursprünglich begann: im Sankt Paulus Kloster.
Ein Ort der Stille, eingebettet in die Wüstenlandschaft Ägyptens.
Hier werden wir empfangen. Ein Mönch führt uns durch das Gelände, erzählt von seinem Verständnis von Frieden: Essen. Trinken. Leben. Und darüber hinaus: Liebe.
Nicht als romantische Idee –sondern als Haltung.
Diese erste Reise ist auch ein erstes Miteinander.
Unterschiedliche Menschen. Unterschiedliche Energien. Unterschiedliche Erwartungen.
Antje und Osama sind Teil dieses Weges – genauso wie eine Online-Gruppe von rund fünfzig Mitreisenden. Noch ist vieles ungeordnet. Noch findet sich alles. Und genau das ist Teil des Prozesses.
Kairo – das Leben in seiner ganzen Intensität
Von der Stille geht es in die Bewegung: nach Kairo.
Laut. Lebendig. Ungefiltert.
Für manche ein Schock. Für andere pure Lebendigkeit. Staubige Straßen, hupende Autos, Märkte, Farben, Stimmen.
Und gleichzeitig: Dachterrassen mit Blick über Minarette und Kirchen. Stille Momente über den Dächern der Stadt. Hier zeigt sich etwas Entscheidendes: Das Leben ist nicht einheitlich – es ist vielschichtig.
In Kairo besuchen wir auch eine Kirche, die mit der Geschichte der Heiligen Familie verbunden ist. Überlieferungen erzählen, dass hier Maria mit Jesus und Josef Zuflucht gefunden haben soll. Ein Ort, an dem Menschen plötzlich still werden. Manche weinen. Andere spüren einfach nur: etwas öffnet sich.

Die Oase – Rückkehr zur Einfachheit
Weiter führt die Reise in eine Oase.
Grün. Weit. Still.
Ein Kontrast zur Stadt – und gleichzeitig eine Rückkehr.
Hier begegnen wir Menschen, deren Lebensrhythmus anders ist. Langsamer. Verbundener.
Und hier entsteht eine kleine, fast spielerische Idee: Jedem Menschen „Ich liebe dich“ zu sagen. Nicht geplant. Nicht konventionell. Einfach aus dem Moment heraus.
Die Reaktionen sind überraschend ehrlich .Manchmal irritiert. Oft berührt. Immer menschlich.
Wüste und Erinnerung – Zeit wird sichtbar
Die Reise führt weiter in die Wüste des Fayyum.
Weite Landschaften. Fossilien. Walknochen. Spuren eines ehemaligen Meeres.
Hier wird Zeit sichtbar.
Und etwas in uns versteht: Alles verändert sich.
Nichts bleibt gleich – und genau darin liegt Leben.

Heilung, Glaube und Verbindung
Ein weiterer Ort der Reise ist mit der Heiligen Familie verbunden – kleine Grotten, einfache Räume, tiefe Stille.
Hier wird die Energie von Fürsorge spürbar. Von Vertrauen. Von Geborgenheit.
Viele berichten von innerer Ruhe, manche von intensiven Gefühlen.
Und immer wieder taucht ein gemeinsamer Kern auf: Die Sehnsucht nach Verbindung.
Abydos – zwischen Mythos und Erinnerung
Ein Höhepunkt der Reise ist Abydos, eine der bedeutendsten Stätten des alten Ägypten.
Ein Ort, der mit Osiris verbunden ist – Mythos, Geschichte, Ritual.
Hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart.
Und etwas in uns erkennt: Auch alte Kulturen suchten bereits nach dem, was wir heute suchen – Sinn, Heilung, Verbindung.

Luxor – das Herz der alten Welt
Weiter entlang des Nils erreichen wir Luxor.
Eine der größten offenen Tempellandschaften der Welt.
Säulen. Stein. Licht. Frühe Morgenstunden. Stille Wege durch Jahrtausende.
Hier wird Architektur zu Erfahrung.
Verbindung nach unten – zur Erde.Verbindung nach oben – zum Himmel.
Und dazwischen: wir.
Die Reise endet nicht an einem Ort. Sondern in einer Entscheidung.
Immer wieder stellt sich dieselbe Frage:
Bleibe ich im Widerstand – oder gehe ich in den Frieden?
Fazit – Frieden als gelebter Weg
Diese erste Friedensreise durch Ägypten war mehr als eine Strecke von 3000 Kilometern.
Sie war eine Bewegung durch innere Räume.
Durch Zweifel und Vertrauen. Durch Stille und Chaos. Durch Verbindung und Unterschied.
Und vielleicht ist genau das die Essenz:
Frieden ist nichts, das wir erreichen. Sondern etwas, das wir immer wieder wählen.
In Gedanken. Im Blick. Im Moment.
Und manchmal beginnt er genau dort, wo jemand den Mut hat, loszugehen.
Mehr Eindrücke der Reise
Feedback der Teilnehmer
„Auf dem Weg immer wieder in Stille, in die Präsenz, in die Bewusstheit einzutauchen, den inneren Frieden zu suchen und nach außen zu strahlen, das wirkt und webt weiter im Außen. Frieden, Peace, Paix, Pace... Love. Dank euch allen und eine herzenswarme Umarmung an Euch alle.“ - Eva Maria
„Wer Frieden sucht, für sich selbst und für andere, wird nie mit leeren Händen zurückkommen. Unser Ziel ist es, Frieden zu haben. Uns gegenseitig zu lieben und Frieden miteinander zu haben. “ - Mönch Bruder Ignatius
„Liebe Mirja, ich genieße die Reise mit euch so sehr deine fröhliche Art und deine Absicht uns so viel wie möglich mitzugeben ist so lieb und einfach grandios ich bin so begeistert.“ - Anita
„...ich war mit allen Sinnen dort. Mich haben einige Plätze ganz besonders berührt, und zwar bei Mutter Maria, bei den Mönchen und bei der Löwenkönigin. Das war sehr berührend für mich und ich habe dort lange verweilt. Vielen vielen Dank für Eure große Mühe.“ - Anita
„Große Begeisterung lösten die Videos bei mir aus, die in den Tempeln den Sonneneinfall bis zur Blendung zeigten. Wow. Das absolute Highlight für mich war die Löwengöttin und der Affe im Mut Tempel. (...) (Wir) haben nur vergessen, eins zu sein.“ - Nathalie
„Danke Danke Danke ich kann es noch gar nicht richtig fassen, was da durch mich durchgegangen ist, ich war einfach nur geflasht, berührt, intensiv, als wenn ich nach Hause komme, als wenn ich endlich angekommen bin ....wunderschön, auch Eure Bilder, die ihr in die Gruppe stellt. “ - Dagmar
„Mit Mirja bin ich jetzt das 4. Mal online gereist und ich empfinde es als sehr kostbar. Menschliche Begegnungen und Begegnungen mit Gott /Göttin und seinem /ihrem Wirken durch Orte, Meditationen, Natur und Gebete können so heilsam sein. Danke für euch alle. “ - Dagmar
„Ich bin seit meiner Rückkehr auch im Arbeits-Tornado, aber ich fühle mich so gestärkt, als ob diese Reise mich wie ein Schutzschild gegen alles Negative um mich herum gebildet hätte. Ich sehe, dass wir alle eine positive Erfahrung gemacht haben.“ - Osama






















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